Theater im September

Theater im September

Mit dem Sommer endet auch die Spielpause vieler Theater. Gut so. Wo es sich im September ganz besonders lohnt hinzugehen? Hier unsere Tipps:


Eröffnungswochenende am Gärtnerplatz
14. und 15. September 2019
Übersicht hier

Es geht wieder los – die Theatersaison beginnt am Gärtnerplatztheater traditionell mit einem Tag der Offenen Tür und dem Gärtnerplatz-Open-Air. Und pünktlich zum ersten Wochenende des neuen Schuljahres legt auch das Ensemble des Gärtnerplatztheaters wieder los. Wer also hinter die Kulissen schauen will und die ersten Töne auf der Bühne hören will, der sollte sich das Wochenende freihalten und den Gärtnerplatz zum Place-to-be erklären. Und sich am Sonntagabend Zeit für das Open Air am Gärtnerplatz nehmen. Der Eintritt ist zu allem frei.


(c) Marina Maisel / Komödie im Bayerischen Hof

Monsieur Claude und seine Töchter in der Komödie im Bayerischen Hof
ab 11. September 2019
alle Termine und Kartenreservierung hier

Der Film gehört zu einem der erfolgreichsten französischen Filme der letzten Jahre — nun kann man die Komödie um Monsieur Claude und seine multikulturellen Schwiegersöhne auch auf der Bühne der Komödie im Bayrischen Hof sehen. Während Claude Verneuil mit seinen Vorurteilen zu kämpfen hat, könnt ihr die Lachmuskeln trainieren.


© Kaet Ensemble/Flurstücke, Carmen Hübner

Bombe spricht im Pathos
ab 12. September 2019
alle Termine und weitere Informationen hier

Wenn jemand beschließt, eine Bombe zu zünden, wird immer gesprochen über die Motive des Täters, die Gefühle der Angehörigen, das Beileid um die Opfer. Keiner denkt allerdings an die Bombe — hat sie vielleicht auch Gefühle? Hat sie ein Mitbestimmungsrecht? Was denkt sie wohl in den Sekunden von der Detonation? „Bombe spricht“ gibt der Handgranate, die bei der Entführung des Flugzeugs El Al 435 im Februar 1970 detonierte, eine Stimme — und ein Bewusstsein.


© Gabriela Neeb

Die Kränkung der Menschheit in den Kammerspielen
27. und 30. September 2019
Termine und Tickets hier

Die erste große Premiere der Kammerspiele ist gewohnt tiefgründig. „Winner writes the history“ – aber was wäre, wenn die Geschichte nicht geprägt wäre vom weißen Narrativ oder der eurozentrischen Menschheitsgeschichte? Wenn deutlich wird: Es gibt mehr als „die eine Menschheit“ — können wir damit umgehen?


Ihr habt Theater-Tipps für uns? Dann her damit und eine Nachricht an saskia@munichmag.de schreiben.

Titelbild: © Christian POGO Zach