Schneeschuhtouren im Münchner Umland

Schneeschuhtouren im Münchner Umland

Soll’s mal was anders als Skifahren oder Snowboarden sein? Beispielsweise etwas Gemächlicheres, das man auch mit dem gesamten Freundeskreis machen kann? Dann geht doch Schneeschuhwandern. Nein, das ist keinesfalls quälend langweilig, sondern ist richtig gut. Vor allem dann, wenn man sich eine geeignete Strecke raussucht. Das haben wir für euch mal gemacht — inklusive der ultimativen Checkliste, was das Equipment betrifft.


Checkliste Ausrüstung:

  • Schneeschuhe (beispielsweise bei DAV leihbar)
  • feste Winterschuhe über Knöchel oder gute Bergschuhe
  • Stöcke
  • Schneehose
  • atmungsaktive Jacke
  • dicke Daunenjacke für oben
  • eine Thermoskanne Tee
  • Brotzeit
  • Stirnlampe
  • Erste-Hilfe-Set
  • Wechselklamotten
(c) Konstantin Dehlinger

1. Tour auf den Taubenstein am Spitzingsee: 5-Stunden-Tour (Obacht: überlaufen)


Anfahrt:
mit der BOB nach Fischhausen-Neuhausen und von dort aus mit dem Shuttle-Bus weiter nach Spitzingsee-Kirche.

Tour: An der Taubensteinbahn ist kein Skibetrieb mehr, weshalb sich die Piste nun perfekte zum Wandern eignet — einfach immer am Lift orientieren. Je nach Lust und Laune bieten sich auf der Strecke zwei Einkehrmöglichkeiten: die Schönfeldalm auf halber Höhe oder das Taubensteinhaus, das sich ganz oben befindet.

Dauer: 3-4 Stunden nach oben, 1 Stunde nach unten

Betreuter Schneeschuh-Abend: bei gutem Wetter organisiert das Team der Schönfeldhütte Schneeschuh-Abende mit Stirnlampe (selbst mitbringen).

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2. Tour auf den Hirschberg am Tegernsee, Kreuth: 4-Stunden-Tour


Anfahrt:
A8 bis Ausfahrt Holzkirchen, über B318 nach Kreuth-Scharling.

Tour: Start ist bei Kreuth-Scharling, dann geht’s weiter über die Rauheck-Alm zum Gipfel und zurück über das Hirschberghaus nach Scharling. Alle Snow- oder Splitboard-Freunde können sich bei genug Power das Board zum Aufstieg auf den Rücken schnallen und damit von oben die Piste wieder runterfahren.

Dauer: 3-4 Stunden nach oben, 1 Stunde nach unten.

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(c) Konstantin Dehlinger

3. Tour auf den Kolbensattel in Oberammergau: 2,5 oder 5 Stunden (abseits vom Trubel)


Anfahrt:
1 Stunde, 20 Minuten mit dem Auto, dafür über das Navi zum Stufenparkplatz an der Kolbensesselbahn lotsen oder den Zug nach Garmisch nehmen und weiter mit dem Bus nach Oberammergau.

Tour: Vom Parkplatz bis zum Kolbensattel sind es ca. 200 Höhenmeter, daraufhin führt ein Waldweg weiter bis zur Kolbensattelhütte — ca. weitere 700 Höhenmeter. Wenn der Aufstieg geschafft ist, wartet die wunderschöne Alm, die bis 18/19 Uhr bewirtschaftet ist.

Fortgeschrittene Tour: Alle, die danach noch motiviert sind und ein klein wenig Erfahrung mit Schneeschuhtouren haben, können noch weiter zum Zahn hinauflaufen. Die Strecke beläuft sich auf weitere 2,5 Stunden.

Dauer: Bis zur Kolbensattelhütte sind es ca. 2,5 Stunden, zum Zahn die gleiche Zeit nochmal.

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4. Tour auf den Wendelstein am Tegernsee: 5,5 Stunden

Anfahrt: Mit dem Zug nach Miesbach und von dort aus weiter mit dem RVO Bus 9552 nach Fischbachau/ Birkenstein oder mit dem Auto auf der A8 bis Weyarn, dann weiter über Miesbach und Schliersee nach Aurach. Hier links abbiegen und schließlich in Fischbachau der Beschilderung „Birkenstein“ folgen.

Tour: Der Start ist am Wanderparkplatz Birkenstein, von da aus geht es immer dem Wegweiser nach in Richtung Kesselalm. Dies ist auch die erste Einkehrmöglichkeit, für alle die zwischendurch Hunger bekommen. Danach führt der Wanderweg flacher in den Sattel zwischen Breitenstein und Schweinsberg. Jetzt die Wegweiser zur Aiblinger Hütte im Auge behalten. Oberhalb von dieser geht es weiter nach Osten in einen großen Kessel.

Hier hält man sich an einer Gabelung rechts und steigt wieder etwas steiler nach Südosten den Berg hinauf. Wieder flacher erreicht man den südseitigen, deutlichen Weg, der direkt unter der Seilbahn zur Sonnenterasse der Wendelsteinbahn hinaufführt.

Zurück geht es auf dem Anstiegsweg. Tipp: Müde Oberschenkel können mit der Wendelsteinbahn zu Tal fahren. Letzte Fahrt  ist um 16 Uhr.

Dauer: 5 Stunden, 30 Minunten

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Titelbild: © Konstantin Dehlinger