Ohne Laden

Ohne Laden

Ohne Laden.

Einen besseren Namen hätten Hannah, Chrissi und Carlo für ihren verpackungsfreien Supermarkt nicht finden können. Denn der Name sagt das Wichtigste bereits aus: Hier kann ohne Verpackung eingekauft werden. Als der Laden im letzten Jahr in der Schellingstraße eröffnet wurde, war die Aufmerksamkeit groß. Und auch die Frage, wie praktikabel ein Zero Waste-Einkauf tatsächlich ist und ob sich der Laden langfristig etablieren kann.

Zur Frage des Handlings: Vorbereitung ist tatsächlich viel wert, wenn man im Ohne Laden einkaufen möchte. Das bedeutet, wir überlegen, was wir brauchen und nehmen entsprechende Behälter / Gläser / Stoffsäckchen (die es im Laden in unterschiedlichen Größen zu kaufen gibt und sehr zu empfehlen sind) mit. Im Laden selbst lassen wir die Gläser als Erstes abwiegen. Und dann geht es ans Befüllen. Was dann eigentlich immer in unserem Korb landet sind Haferflocken, Nüsse, Nudeln, Linsen, Suppenbrühe, Süßes, Obst, Gemüse…

Wie viel Verpackungsmüll wir uns dann letztendlich sparen, wird uns eigentlich immer erst beim Umfüllen und Einräumen zuhause bewusst. Denn egal ob Haferlocken, Nüsse, Nudeln, Linsen oder sogar Obst & Gemüse: In einem „normalen“ Supermarkt würde all das in einer Plastikverpackung stecken. Deswegen hoffen wir, dass sich der Ohne Laden in München nicht nur etabliert, sondern zu einer Supermarkt-Kette heranwächst.

Good News:
Mitinhaberin Hannah wäre davon auch nicht so abgeneigt, wie sie uns in folgendem Interview verraten hat:


Kannst Du uns grob sagen, was Ihr alles im Sortiment habt?

Wir haben viele Trockenprodukte, Pasta, verschiedene Reissorten, Hülsenfrüchte, Cerealien, Getreide, Kaffee, Tee, Gewürze aber auch frisches Obst und Gemüse, Molkereiprodukte und vegane Produkte im Laden. Dazu kommt unser Zero Waste Shop mit tollen Non-Food Produkten wie beispielsweise Ruby Cups, Zahnbürsten, Deos oder Seife.

Prinzipiell kann man sagen, dass wir ein vegetarisches Vollsortiment anstreben. Wir haben viele tolle regionale Kooperationspartner. So gibt es bei uns beispielsweise bayerischen Tofu im Pfandglas, der im Erdinger Raum hergestellt wird.

Sind die Produkte im Vergleich zu einem Bio-Supermarkt eigentlich teuerer bei Euch? Oder spart man sich auf lange Sicht sogar etwas?

Einige Produkte sind teurer wenn z.B. die Herstellung aufwendig ist und nur in kleinen Mengen produziert wird. Kurze Wertschöpfungsketten und gute Lebensmittel sind uns extrem wichtig. Es gibt so viele tolle Erzeuger im Münchener Umland: Diese Zusammenarbeit liegt uns am Herzen, hat aber auch ihren Preis.

Bei anderen Produkten spart man sich wiederum etwas, insbesondere weil man statt einer vorgefertigten Menge auch nur 5 Gramm, beispielsweise von einem Gewürz, kaufen kann.

Wieviel Müll fällt bei Euch selbst im Zuge der Rahmenlieferung an?

Genaue Zahlen haben wir bislang nicht erfasst, aber da ein Großteil der Anlieferung in Papiergebinden erfolgt und wir mit einigen unserer Lieferanten bereits Mehrwegliefersysteme etabliert haben, sparen wir einiges an Müll ein.

Was bringen die Münchner eigentlich alles als Aufbewahrungsbehältnis mit?

Das ist vom Baumwollsäckchen über das Schraubglas bis hin zum Papiertütchen alles dabei. Allgemein sind unsere Kunden sehr gut vorbereitet. Das ist toll!

Sind weitere Läden in München geplant? Wenn ja, kannst du uns schon mehr verraten?

Wir machen kein Geheimnis daraus, dass wir mit der Zeit gern weitere Läden eröffnen würden.
Konkrete Pläne gibt es noch nicht, aber wir sind da offen.

Kleiner Tipp: Im Ohne Laden kann man nicht nur gut einkaufen, sondern auch sehr gut eine Kaffee- oder Mittagspause verbringen. Was aktuell auf der Mittagskarte steht (und auch sonst alle Neuigkeiten) erfahrt ihr auf der Facebook-Seite des Ohne Ladens.


Öffnungszeiten
Mo-Fr | 9:30 – 19:00
Sa | 9:30- 18:00

Kontakt
Email | info@ohne-laden.de
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