Nudo-Pastabar

Nudo-Pastabar

Untypisch München stellt euch Lokalitäten von Cafés bis Clubs vor, die nicht typisch münchnerisch sein müssen – sondern einfach nur Charakter haben.


Auffallend ist ein beschriftetes Schild, auf dem sich die Tagesgerichte befinden. Es steht vor einem riesigen Schaufenster, in dem sich kleine Tischchen wiederfinden.

Beim Hereinkommen wird man freundlich von der Kellnerin begrüßt und zu einem der Tische geführt. Es findet sich um 21 Uhr sogar noch ein Plätzchen an den wenigen Holztischen. Optisch wirkt das Lokal kahl, doch beim genauen Hinsehen finden sich auch kleine Details wie Kochbücher und Flaschen, die als Vasen genutzt werden, auf. Der schmale Raum wird durch die Wände aus altem Holz und unverputztem Beton optisch getrennt. Im Eingangsbereich stehen große hölzerne Barhocker, an denen man seinen Drink genießen kann. Die Lampen aus Beton, die jeden Tisch beleuchten, und die vielen kleinen Kerzen verleihen dem Lokal ein warmes Licht. Es ist sehr rustikal, aber dennoch gemütlich. Die Tische stammen aus dem vorherigen Restaurant und hauchen dem Raum noch mehr Leben ein. Auffallend ist auch die große und offene Theke. Diese ist gewollt offen, da sie so ein offenes Verhältnis zu der Kundschaft garantiert.

Müsste man die Einrichtung mit einem Wort beschreiben wäre es das Wort ‚Nackt’, wie der Name des Restaurants. Auf Italienisch bedeutet Nudo:  ‚Nackt und bloß’. Das Lokal selbst übersetzt es mit ‚Transparent und Offen’, denn das spürt man nicht nur in der Einrichtung es, sondern auch beim Essen – es soll leicht zu durchschauen sein. Es werden nur Lebensmittel aus der Saison verwendet und Zusatzstoffe sind hier tabu. Anstatt Fast Food wird hier Slow Food angeboten.

Auf der Karte findet sich nicht nur Pasta, sondern auch Quiche (5,90 Euro), Kürbissuppe (5,60 Euro), ein Couscoussalat (8,70 Euro), serviert mit Wein 14,50 Euro, Salat mit Ziegenkäse und Honig (11,20 Euro). Allerdings sticht auf der Speisekarte ein Pastagericht ganz besonders heraus: nämlich die gute alte Bolognese. Diese wird hier nämlich traditionell sechs Stunden eingekocht. Aber der Blick wandert wieder zur Kürbissuppe und meine Entscheidung steht fest. Bei Minus zehn Grad kommt mir das gerade gut. Serviert wird die Suppe in einer Metallschüssel und frischem Walnussbrot. Zum Trinken gibt es die Heiße Inge, ein frischer Ingwertee. Neben der Theke im Kühlschrank befindet sich auch eine kleine Auswahl an Bier.

Das Publikum ist sehr gemischt, meist Studenten, die nach der Uni für einen Kaffee und Kuchen vorbeikommen oder Liebespaare bei ihrer Date-Night.
Apropos Kuchen und Desserts: die gibt es hier nämlich auch.

Text + Bilder © Liana Boldova


Öffnungszeiten
Mo – Fr | 11:30-23:00
Sa + Feiertags | 16:30-23:00
Sonntag geschlossen

Kontakt
Tel | 089 55060019
Email | welcome@nudo-pastabar.de
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