manamoea: Textil-Upcycling als Alternative zu Plastik

manamoea: Textil-Upcycling als Alternative zu Plastik

Aus Alt mach Neu!

Beim Münchner Startup manamoea bedeutet das: alte Textilien finden in Bleistiften eine neue Verwendung. Hinter dieser Idee steht ein Wissenschaftlerpaar, das ein innovatives Verfahren zur Wiederverwertung von Textilfasern entwickelt hat.

Ihr erstes Produkt sind holzfreie Bleistifte. Doch damit stehen sie erst am Anfang. Die eigentliche Erfindung ist das Kunstmaterial an sich, formbar wie Plastik, leicht wie Carbon, aber massiv wie Holz stellt es langfristig eine echte Alternative zu erdölbasierten Kunststoffen oder Produkten aus Holz dar. Findet ihr gut? Dann werft mal einen Blick in die aktuell laufende Startnext-Kampagene von manaomea:

manaomea – Bleistifte ohne Holz from Christine Arlt on Vimeo.

Die Gründer und Wissenschaftler Dr. Ulrich Riedel und Dr. Christine Arlt kommen beruflich ursprünglich aus der Luft- und Raumfahrttechnologie und haben ihr Verfahren zum Textil-Upcycling aus ihrer Arbeit zur Herstellung von Carbonfaser-Teilen abgeleitet und patentieren lassen.

Bei jährlich 100.000 Tonnen Altkleidern, allein in Deutschland, bietet es sich an, diesen Textilien neues Leben einzuhauchen. Neben Altkleidern und Textilresten aus Fabriken werden schnell nachwachsende Naturfasern wie Jute, Flachs oder Baumwolle zur Herstellung des Materials verwendet. Die nach diesem Verfahren gefertigten Bleistifte ohne Holz kommen zudem dem Ressourcenschutz zu Gute, schließlich ist die konventionelle Herstellungsmethode mit 80% Holzabfällen wenig effizient.

Dank ihrer umweltfreundlichen Herstellung erzählen die Bleistifte von manaomea die Geschichte des Kleidungsstücks, das in ihnen steckt. Christine verweist auch auf die emotionale Komponente hierbei:

„Es gibt wenige Dinge, die Menschen so nah an sich tragen und mit denen sie so viele Erinnerungen verbinden, wie mit ihren Klamotten.“

So kann man sich seinen alten Lieblingspulli oder das Brautkleid in seinem ganz persönlichen Stift verewigen lassen. Im Rahmen eines aktuell laufenden Crowdfunding-Projekts geben auch Prominente wie Smudo oder Konstantin Wecker ihren alten Shirts zum textilen Upcycling her.

Und was soll mit dem eingesammelten Geld passieren?

Die Gründer planen die Finanzierung einer eigenen Produktionsanlage, um mit ihren Bleistiften in Serie gehen zu können. Gelingt dies, kann mit dem revolutionären Verfahren in größeren Dimensionen gedacht werden. Denn das Kunstmaterial der beiden Wissenschaftler ist auf die Herstellung von verschiedensten, aktuell aus Holz oder Plastik gefertigten, Produkten anwendbar. So könnten unsere Möbel oder das Case des Notebooks zukünftig aus unseren abgelegten Kleidern bestehen.


Ihr findet auch, dass das eine richtig gute Idee ist?
Dann schaut noch schnell bei Startnext vorbei und unterstützt das Münchner Startup.