Kunst im Juni

Kunst im Juni

Langsam, aber sicher ist es Sommer geworden in München. Das heißt hauptsächlich Sonne, Isar und Spezi – aber der Juni hat noch mehr zu bieten! Auch diesen Monat versorgen wir euch wieder mit den besten Kunst Tipps, die euch ein abwechslungsreiches Programm bieten. Im Lenbachhaus sind humorvolle und groteske Körperbilder zu sehen, im Kunstverein dreht sich alles um vulgäres Essen und das Schloss Dachau öffnet erneut seine Tore für die Kunst.  


Body Check | Maria Lassnig und Martin Kippenberger
Laufzeit bis zum 15. September 2019
Kunstbau im Lenbachhaus

Im Kunstbau treffen erstmals zwei künstlerische Positionen des 20. Jahrhundert aufeinander, die so noch nicht zusammen zu sehen waren. In der Ausstellung “Body Check” werden Werke von Maria Lassnig und Martin Kippenberger gezeigt, die sich mit derselben Thematik auseinandersetzen: ihrem eigenen Körper. Humor, Witz und das Groteske spielen dabei eine wichtige Rolle. Der hinfällige und fragmentierte Körper diente den Kunstschaffenden dabei als Metapher für gesellschaftliche und psychologische Problematiken. Lassnig und Kippenberger haben es geschafft berührende Porträts, die uns schmunzeln lassen und zum Nachdenken anregen, zu erschaffen.  

Ausstellungsansicht, BODY CHECK. Martin Kippenberger – Maria Lassnig, Werke von / works by Maria Lassnig © Maria Lassnig Stiftung / Foundation Foto / photo: Lenbachhaus

Annexed Future | Littlewhitehead
Laufzeit bis zum 22. Juni 2019
Nir Altman Galerie

Das schottische Künstlerduo Littlewhitehead beschäftigt sich mit dem Phänomen der “deadmalls”, der aussterbenden Einkaufszentren, und den “abandoned places”, Orte die ehemals bewohnt und belebt waren aber nun nur noch eine leere, verlassene Kulisse darstellen. In der Nir Altman Galerie haben die Künstler eine selbst gestaltete Landschaft erbaut, in der sie sich mit Abwesenheit, Angst und gestohlener Identität auseinandersetzen. Die Ausstellung “Annexed Future” mit Littlewhitehead ist noch bis zum 22. Juni in der Nir Altman Galerie zu sehen. 


Am falschen Ort II | Katharina Sieverding
Laufzeit bis zum 15. September 2019
Schloss Dachau

In barockem Ambiente des Dachauer Schlosses realisiert die VR-Bank Dachau im Rahmen des Kunst und Bank Programms immer wieder Ausstellungen mit international renommierten Kunstschaffenden, wie zum Beispiel George Baselitz der 2016 zu sehen war. 2019 folgt ihm nun eine der bekanntesten, zeitgenössischen Künstlerinnen Deutschlands: Katharina Sieverding. Die Künstlerin lässt sich auf ein Spiel mit der Architektur des Schlosses ein und platziert ihre großformatigen Fotoarbeiten im Kontrast zu der historischen Holzdecke, die sich im Festsaal des Schlosses befindet. Zu sehen ist eine Medieninstallation, sowie alte und neue Fotografien, die sich politischen und gesellschaftliche Thematiken, sowie der Frage nach der Identität beschäftigen. Die Ausstellung “Am falschen Ort II” ist also ein guter Grund mal wieder einen Ausflug nach Dachau zu unternehmen! 


Urban Fine Art II
Laufzeit bis zum 29. September 2019
MUCA

Im coolsten Museum Münchens wird aktuell die jährliche „Collectors Show“ mit den besten Stücken der Sammlung gezeigt. Das MUCA, museum of urban and contemporary art, bereichert seit 2017 die Münchner Kunstszene und bietet einen Ausstellungsort für urbane Kunst. “Urban Fine Art II” beschäftigt sich mit Kunstschaffenden und ihren Werken, die in den letzten 10 Jahren dazu beigetragen haben, diese noch neue Kunstrichtung zu etablieren. Ein Name darf hier natürlich nicht fehlen – Banksy! Liebhaber werden auf ihre Kosten kommen, es ist eine umfangreiche Sammlung seiner Werke zu entdecken. Noch ein Tipp: Zusätzlich bietet das MUCA ab Juni 2019 Street Art Touren in München an!


Esst mich! | Lisa Holzer
Laufzeit bis zum 25. August 2019
Kunstverein München

Im Kunstverein zeigt uns Lisa Holzer das Essen sexy sein kann. Die Künstlerin spielt mit der unangenehmen Nähe zwischen “Küche und Pornographie” und präsentiert fetischisierte Fotos von Lebensmitteln. Vulgär, aber dennoch appetitlich präsentieren sich ihre Aufnahmen, die bis zur Formlosigkeit vergrößert wurden. Mit Humor und Ironie spielt Holzer mit den Erwartungen an das Medium Fotografie und den Resultaten der abstrakten Malerei. 

Und ich hab schon wieder Hunger (Vanilleeis)/ You make me very hungry (vanilla ice cream), 2018 Pigmentprint auf Baumwollpapier, Seidenglanzlack auf Holz, Vanilleeis auf Glas / Pigment print on cotton paper, semigloss enamel on wood, vanilla ice cream on glass, 110,3 x 74,5 cm, © Lisa Holzer, Kunstverein München e.V.

Mehr Infos über aktuelle Ausstellungen, Kunst und Architektur findet ihr auch auf Julias Blog: JULIARTSTORIES