Kunst im Januar

Kunst im Januar

Gute Vorsätze sind ja immer so eine Sache, wer macht schon gerne Sport? Wie wäre es mal mit einem Vorsatz, der wirklich gut ist? Mehr Kunst sehen, öfter ins Museum gehen und Ausstellungen besuchen. Auch im Neuen Jahr gibt es in der Münchener Kunstwelt wieder einiges zu entdecken. Im Brandhorst ist eine große Retrospektive von Alex Katz zu sehen, am 19. Januar habt ihr die Chance Münchens Architektur von einer neuen Seite zu entdecken und in den Galerien sind große Namen zu finden.


Anish Kapoor
Laufzeit bis zum 23. Februar 2019
Galerie Klüser 1 & 2

Bei spiegelnden Oberflächen und fleischartige Skulpturen kann es sich nur um einen Künstler handeln: Anish Kapoor. In den beiden Ausstellungsräumen der Galerie Klüser wird aktuell die erste große Einzelausstellung des international bekannten Künstlers seit über 10 Jahren gezeigt. Einer der wichtigsten Aspekte seiner Arbeit ist die Materialität, was in dieser Ausstellung wunderbar zu sehen ist. Pulverartige, farbintensive Gruben, hochglänzende Spiegel und scheinbar blutigen Brocken üben eine Faszination bei den Betrachtenden aus und zwingen uns genauer hinzusehen.

Anish Kapoor, Mit dem Handstumpf gefundenes Leben, 2018, silicone and PVC, 165 x 125 x 91 cm © Anish Kapoor VG Bild-Kunst. All rights reserved, 2018

30 Jahre 3 Ausstellungen Teil 1
Vernissage 15. Dezember
Laufzeit 16. Dezember 2018 – 2. Februar 2019
Barbara Gross Galerie

Bereits seit 30 Jahren existiert die Barbara Gross Galerie sehr erfolgreich in München. Das muss gefeiert werden! Insgesamt wird es drei Jubiläums Ausstellungen geben, die alle von KünstlerInnen der Galerie gestaltet werden. Dabei werden ausgewählte Werke aus den bisherigen 180 Ausstellungen neu zusammengesetzt und präsentiert. Der erste Teil der Ausstellungsreihe wird von Michaela Melián (Künstlerin der Galerie seit 1988) und Tonio Kröner (Künstler, vormals Kurator Museum Brandhorst) mit Blick auf die ersten Jahre der Galerie kuratiert. Dabei werden international bekannte Künstlerinnen zu sehen sein: Nancy Spero, Ida Applebroog, Anna Oppermann, Valie Export, Katharina Sieverding, Ana Mendieta, Miriam Cahn, Ulrike Grossarth, Kiki Smith and Silvia Bächli


Alex Katz
Laufzeit bis zum 22. April 2019
Museum Brandhorst

Wenn das Oeuvre eines Malers 70 Jahre umspannt dann gibt es einiges zu sehen. Seit den 1950 Jahren malt Alex Katz ikonische Porträts stilbewusster Frauen und impressionistische Landschaften, die nun im Museum Brandhorst zu sehen sind. Besonders mit den Bildwelten des Film, der Mode und der Werbung setzt er sich auseinander. Viele seiner Gemälde erinnern an Schnappschüsse und Momentaufnahmen, denn der Künstler beschäftigt sich schon immer dem Hier und Jetzt, etwas was Katz selbst als “painting of the present tense” bezeichnet. Das Museum Brandhorst widmet dem Künstler eine große Retrospektive und wir freuen uns besonders, da nun nach langer Umbauphase endlich wieder das Erdgeschoss geöffnet hat. Zudem ist seit Mitte Dezember auch das Untergeschoss mit einer Werkschau aus der Sammlung Brandhorst wieder zugänglich, womit das gesamte Museum zu erkunden ist!

Alex Katz, Winter, 1996, Öl auf Leinwand, 228,6 x 167,6 cm, Udo und Anette Brandhorst Sammlung, Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München © Alex Katz, VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Die Lange Nacht der Architektur
19. Januar, 19 – 24 Uhr
München
Informationen

Packt eure dicken Socken, Schals und Mützen ein, die Lange Nacht der Architektur steht an! Nutzt diese jährliche Chance Münchens sehenswerte Gebäude zu erkunden, von denen die meisten das restliche Jahr nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Mit Shuttlebussen könnt ihr euch bequem von Station zu Station chauffieren lassen und bis auf wenige Ausnahmen ist das ganze Programm kostenlos. Auf der Karte könnt ihr alle teilnehmenden Gebäude entdecken. Unsere Tipps: die Skylounge im Osram Tower, das Staatstheater am Gärtnerplatz und die Architekturgalerie München im Hochbunker.


Hell Gette | #Landscape 3.0
Vernissage 24. Januar, 19 Uhr
Laufzeit 25. Januar – 9. März
Galerie Karl Pfefferle

Während es für die ältere Generation noch Neuland ist, ist es für den Großteil der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken — das Internet. Wir befinden uns mitten im digitalen Zeitalter und das spiegelt sich auch in der Kunst wieder. Hell Gette hat sich die Internet Landschaft zum Sujet gemacht. Auf ihren Bildern tummeln sich Meerjungfrauen, Zombies und Gesichter, die alle eines gemeinsam haben: sie sind Emojis. Mit Photoshop Ästhetik und knalligen Farben erfindet die Künstlerin die klassische Landschaftsmalerei neu. Ein Daumen hoch von uns!


Mehr Infos über aktuelle Ausstellungen, Kunst und Architektur findet ihr auch auf meinem Blog: JULIARTSTORIES