How to survive Wiesn als Wiesn-Muffel

How to survive Wiesn als Wiesn-Muffel

[In Kooperation mit xyz]

Während die einen voller Vorfreude ihre Flechtfrisuren üben, stellen sich anderen schon beim bloßen Gedanken an die nahende Wiesn die Nackenhaare auf. Der Wiesn-Muffel ist kein Einzelfall und Oktoberfest ist und bleibt Geschmackssache. Was aber tun, wenn der Urlaub schon aufgebraucht und die langfristige Flucht aus der Stadt keine Option ist? Wie lässt sich der wunderschöne Spätsommer/Frühherbst genießen, ohne mit Lederhosen und Lebkuchenherzen konfrontiert zu werden? Wir haben zehn Tipps, wie ihr die Wiesnzeit unbeschädigt überstehen könnt, wenn ihr wirklich gar nix davon wissen wollt.

  1. Zunächst einmal die wichtigsten Eckdaten: Das Oktoberfest findet 2018 vom 22. September bis zum 7. Oktober statt. In diesem Zeitraum gilt es – eigentlich gesunder Menschenverstand – das Gebiet rund um die Theresienwiese zu meiden. Insbesondere die Strecke von dort zum Hauptbahnhof ist ein konstanter Strom aus Trachten. Das macht weder als Fußgänger, noch als Fahrradfahrer Spaß. Und ganz wichtig: Bloß nicht in die U4 und die U5 steigen, sofern es sich auch nur irgendwie vermeiden lässt.
  2. Grundsätzlich seid ihr zur Wiesnzeit auf dem Radl besser aufgehoben, als in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Aus zwei Gründen: Zum Einen ist das Risiko schon auf dem Weg zur Arbeit in vorglühende und vorfreudige Teenie-Gruppen zu geraten auf dem Fahrrad deutlich geringer. Das schont die Nerven. Der zweite Vorteil: Ihr verringert die Gefahr, ins Wiesngrippen-Kreuzfeuer zu geraten. Weniger Nahkontakt zu fremden, niesenden Menschen, dafür mehr Frischluft und Bewegung. Jetzt müsst ihr euch nur noch im Büro von den schniefenden und hustenden Kollegen fernhalten und das Erkältungsrisiko sollte gebannt sein

    Foto: Ales Krivec/Unsplash
  3. Drei Wochenenden plus ein Feiertag. Das sind sieben ganze Tage, die ihr auch ohne Urlaubstage aus der Stadt fliehen könnt. Ob es nur die Wochenenden werden oder ihr womöglich euren Resturlaub auf den Kopf hauen wollt: Lasst euch die Flucht mit Airgreets finanzieren! Während ihr auf Reisen geht und Millionen Besucher der Wiesn ein Dach über dem Kopf suchen, übernimmt die Airgreets Crew die kurzzeitige Untervermietung eurer leerstehenden Wohnung. Airgreets bietet nämlich ein rundum Serviceangebot für Gastgeber auf Airbnb und alle, die es werden wollen. Nach der Rückkehr findet man seine Wohnung gereinigt wieder und die Mieteinnahmen auf seinem Konto vor — und damit ist auch das Urlaubsgeld wieder eingetütet! NICE, oder? Also: Ciao, Wiesn! Und merkt euch Airgreets auch für zukünftige Urlaube und Kurztrips, Freunde. Weil: Praktisch, praktisch… Mehr Infos hier.
  4. Kein Resturlaub vorhanden? Wie wäre es dann mit einem Mikroabenteuer unter der Woche? Nach Feierabend raus aus der Stadt, draußen übernachten, morgens wieder ins Büro. Hier haben wir das Konzept genauer für euch erklärt. Eignet sich natürlich nur, wenn ihr die richtige Ausstattung besitzt, denn mittlerweile kann es nachts schon ganz schön frisch werden.

    Foto: Marcus Ng/Unsplash
  5. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Das gilt nicht nur für die Wiesngänger, sondern auch für die Frühsportler. Die Fitnessstudios, Schwimmbäder und Laufstrecken sind jetzt in der Früh richtig schön leer. Schließlich müssen die anderen sich fein machen, während ihr gemächlich eure Bahnen ziehen könnt.
  6. Versetzen wir uns doch mal in einen Wiesn-Wochenend-Besucher: Samstag ab ins Zelt, Sonntag ausschlafen und ausnüchtern und gegebenenfalls wieder abreisen, damit man am Montag wieder fit ist. Heißt im Umkehrschluss? Samstag habt ihr freie Bahn in den Münchner Museen. Eigentlich logisch. Welches Museum ihr auch immer schon einmal besuchen wolltet – das ist euer Moment.
  7. Zeit für Kulturprogramm: Theater, Oper oder Programmkino bieten relativ sichere Optionen auf einen ruhigen Abend ohne Wiesngegröle. Im Dunkel des Saals kann man sogar glatt vergessen, was einen draußen erwartet. Und bis ihr wieder raus müsst, sind es ja noch mindestens 90 Minuten…

    Foto: Kilyan Sockalingum/Unsplash
  8. Rage against Abschiebung – am 2. Oktober findet im Feierwerk wieder „das Solifestival“ statt. Auf dem antirassistischen Benefiz-Bandfestival gibt es großartige Musik, ganz weit weg vom Prosit der Gemütlichkeit. Und mit Flüchtlingspolitik ein Thema, das sehr viel wichtiger ist, als die Diskussion darum, in welchem Zelt man wohl noch einen Platz bekommt. Kurz gesagt: Eine gute Sache mit minimalstem Wiesnbezug.
  9. Grundsätzlich gilt: Wer während der Wiesnzeit abends losziehen will, muss Vorsicht walten lassen. Überall drohen After-Wiesn-Partys. Eine sehr sichere Bank ist das Café Kosmos – da herrscht sogar Trachtenverbot. Oder aber: Früh los und zwischen elf und zwölf, wenn die Festzelte schließen, ins heimische Wohnzimmer flüchten.
  10. Jetzt habt ihr bei all den Gedanken zum Oktoberfest doch irgendwie Bierdurst und Breznhunger bekommen? Bei strahlend-schönem Wiesnwetter ist Biergarten immer eine Option, keine Sorge. Auf der sicheren Seite seid ihr – im wahrsten Sinne des Wortes – jenseits des Rings. Hirschau Biergarten, das Minihofbräuhaus oder der Aumeister im Nordteil des Englischen Garten sollten weit genug ab vom Schuss sein, damit ihr dort eure Ruhe habt und euer Bier und eure Brezn genießen könnt.