Hörbuch- und Podcasttipps September

Hörbuch- und Podcasttipps September

„Hey hey hey / Ba de ya, say do you remember? / Ba de ya, dancing in September / Ba de ya, never was a cloudy day!“

Hach, September… du bist doch mehr Emotion als ein Monat! Du duftest nach Kastanien und Laub besteubt mit einem Hauch von Nostalgie, nach Nebel, nach Nüssen, nach … Hörbüchern! In diesem Sinne, ganz schnell eine große Kanne Tee machen und ab in den Lieblingshoodie schlüpfen, denn hier sind unsere Hörbuch- & Podcasttipps für den Monat September. Enjoy!


Hörbücher

Weltkriegsliteratur: „Im Frühling sterben“ von Ralf Rothmann 

Gerade auf Grund jüngster, politischer Ereignisse erinnern wir gerne daran, sich mal wieder ein Stück Kriegsliteratur auf die Ohren zu packen – ein besseres als „Im Frühling sterben“  konnten wir dabei nicht finden. Rothmann’s Roman, gelesen von Thomas Sarbacher, beschreibt uns gerade einmal ein paar Wochen des Überlebenskampfes zweier Jugendlicher im letzten Kriegsfrühjahr Ungarns. Dem zum Trotze gelingt es ihm im Wechselspiel schwereloser, poetischer Emotionalität und nüchterner, nahezu unerträglicher Eindringlichkeit, die absolute, abgründige Sinnlosigkeit des Krieges, die menschlichen und moralischen Verbrechen aufzuzeigen. Ganz nebenbei liest Sarbacher mit allen notwendigen Nuancierungen um die Perfidität des Frühlings 1945 zu artikulieren.

Klappentext: »In „Im Frühling sterben“ erzählt Ralf Rothmann die Geschichte von Walter Urban und Friedrich – „Fiete“ – Caroli, zwei siebzehnjährigen Melkern aus Norddeutschland, die im Februar 1945 zwangsrekrutiert werden. Während man den einen als Fahrer in der Versorgungseinheit der Waffen-SS einsetzt, muss der andere, Fiete, an die Front. Er desertiert, wird gefasst und zum Tod verurteilt, und Walter, dessen zynischer Vorgesetzter nicht mit sich reden lässt, steht plötzlich mit dem Karabiner im Anschlag vor seinem besten Freund…«

 

Gibt’s dort: Thalia (30 Tage kostenlos testen)
Hört man dann: Auf der Couch. Einfach mal hören statt fernsehen!
Dauert so lang: 6 Std. und 16 Min.


Tausendundeine Therapie: „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ von Jorge Bucay

Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ ist ein wirklich intimes, ein wirklich andersartiges Hörbuch für all die, die auf der Suche nach Antworten Therapie im Buche konsultieren wollen. Denn: Damian macht eine Therapie und er ist keineswegs krank, er stellt sich viel mehr Fragen, sucht nach Antworten auf menschliches Verhalten, auf Situationen, auf Gefühle, kurz: auf die Irrungen und Wirrungen des Lebens. Getreu der Devise „Verwirrung ist das Eingangstor zur Klarheit,“ erzählt ihm sein Therapeut eine Geschichte zu jedem seiner Probleme. Während also die Rahmenhandlung in der Jetzt-Zeit spielt, entführt uns Jorge Bucay in eine fabel- und gleichnishafte Welt in der Sprache der Grimms. Es ist eine Welt in der wir kurz Innehalten möchten zum Reflektieren; zum Verstehen.Genau aus diesem Grund ist die Hörbuchversion des Romans doppelt gelungen, denn wir können uns, von sanfter Stimme getragen, ganz wunderbar einlassen, auf Jorge’s „Therapie“, und gleichzeitig einfach kurz pausieren – von den Geschichten wie vom Leben.

»Diese Geschichten sind nur geschrieben worden, um einen Ort oder einen Weg zu markieren. Die Arbeit, in ihnen, in der Tiefe jeder Geschichte, den versteckten Diamanten zu suchen, ist die Aufgabe jedes einzelnen.«

Gibt’s dort: Audible (Kostenloses 3 Monatsabo möglich, sofort kündbar)
Hört man dann: Vorm Einschlafen
Dauert so lang: 6 Std. 46 min.


Aus einer Bestseller-Reihe: „Hector und die Geheimnisse der Liebe“ von Francois Lelord

Der Mensch hat ja schon die Lösung so mancher Probleme auserkoren. So kann er mittlerweile ins Weltall fliegen und Schafe klonen, wenn es aber um die Liebe geht, dann ist es weder dem größten Romantiker noch dem rationalsten Wissenschaftler möglich die großen Gefühle des magischen ‚Hingezogenseins‘ zu erklären. Deswegen geht Lelord’s Protagonist Hector, der sich in der 7-teiligen Buchserie bereits öfter mit den ganz großen, unerklärlichen Dingen beschäftigt hat, nun für uns auf die Suche nach den Geheimnissen der Liebe. Warum bleibt Liebe manchmal unerwidert? Ist es OK mehr oder weniger zu lieben als der eigene Partner? Kann man nicht für immer verliebt bleiben?

Auf seiner Reise wird der junge Psychiater Hector zum Abenteurer der Herzen. Er spürt einem Professor nach, der das Geheimnis der Liebe entschlüsselt haben will. Dabei entdeckt er, wie kompliziert die Liebe ist und, dass allein die Liebe – für alle Zeit und wo immer wir leben – die Macht haben wird, unsere tiefsten Sehnsüchte zu stillen.

Gibt’s dort: Spotify
Hört man dann: Vorm Einschlafen
Dauert so lang: 4 Std. und 38 Min.


Podcasts


An alle Freunde der ZEIT: „DIE ZEIT – Hinter der Geschichte“

Wie es in den Redaktionen der ganz großen Tagblätter eigentlich so zu geht, das wissen wir allerhöchstens aus amerikanischen, Blockbuster-Streifen – und so viel sei gesagt: besonders realitätsgetreu ist deren Darstellung (wer hätte es gedacht) nicht. Und so haben es sich die ZEIT Redakteure unterschiedlicher Ressorts zur Aufgabe gemacht dem Hörer einen direkten, echten, oft sehr persönlichen Einblick in ihren Arbeitsalltag zu gewähren. Im neuen Podcast berichten sie von den Höhepunkten ihrer Recherchen: Was hat sie an dem Thema gereizt? Was war überraschend? Welche Persönlichkeiten haben sie beeindruckt? Wo sind sie auf Widerstände und wo vielleicht auch mal an ihre Grenzen geraten? Welche Fristen herrschen bei einer Zeitung? Wie ist das mit der perfekten Überschrift? dem Layout? den Titelseiten? Fragen über Fragen… Aber hier werden sie beantwortet, versprochen!

Gibt’s dort: Spotify
Hört man dann: Morgens beim Frühstück machen
Dauert so lang: 15-30 min. pro Episode


Musiker Inside mit Humor: „Mit Verachtung“

Yes, endlich mal wieder ein Mukke-Podcast! Episoden wie „Der Mettbrötchen Mythos“ oder „Mofadeutsch“ kurz angerissen, diverse Male vor Lachen vom Stuhl gefallen und einige grandiose Musikempfehlungen später, frage ich mich wieso erst das Diffus Magazin kommen musste, um Casper und Drangsal einen Podcast zu geben. Fair, oder?

Auf angenehm ironische, aber auch ehrliche Art erzählt der Podcast jedenfalls viel übers Leben und die Musik der beiden Macher, aber eben auch über die deutsche Musikszene an sich. Schnell legen „Cas“ und „Drangsi“ ihre selbst geschaffenen Alterego ab und werden zu unseren Kumpels Ben und Max, die wir alle zwei Woche auf ein Bier in unserer Lieblingskneipe treffen. Hier hört ihr die neue Folge und, wir wollen ja nicht so sein, die dazugehörige Playlist (Der Grill) mit Musiktipps gibt’s auch noch oben drauf!

Gibt’s dort: Apple, Spotify, Youtube
Hört man dann: Sobald die neue Folge rausgekommen ist !!!!
Dauert so lang: 60 – 90 min. pro Episode


Menschlichkeit zelebrieren: „A Mindfull Mess“

Der Name ist Programm! „A Mindfull Mess“ steht für Zugänglichkeit, für Menschlichkeit, für verkopftes Chaos & Imperfektion. Maddie erzählt von Achtsamkeit und Selbstwert, Social Media und Stress, Ernährung und ihren Lieblingsbüchern. So vielfältig die Themen auch sind, Maddie ist eine sehr vertrauenswürdige, authentische Podcastlerin – österreichischer Charme inklusive!

Gibt’s dort: Spotify, Soundcloud, Itunes
Hört man dann: Auf dem Weg zur Arbeit
Dauert so lang: 10 – 60 min. pro Episode


Ihr habt euch durch Spotify, Deezer, Itunes & Co. gestöbert und Hörbücher oder Podcasts entdeckt, die euch vom Hocker hauen? Dann schreibt mir an caro@munichmag.de. Sharing is Caring!

Titelbild: © unsplash.com