Vernissage: Aki Kiefer & Angela Aux

Kommet in Scharen! Denn der Abend im Heppel & Ettlich verspricht künstlerisch und musikalisch zu werden! Ab 20 Uhr geht es los, wenn Aki Kiefer euch seine Arbeiten vorstellt. Er steht euch außerdem für Fragen zu seinen Werken gerne zur Verfügung. Nach der Ausstellung wird dann übrigens auch nicht heim gegangen, denn der Ausnahmekünstler Angela Aux legt ein paar Platten auf! Mehr zu den beiden Künstlern erfahrt ihr hier:

AKI KIEFER
Aki Kiefers Arbeiten sind malerische Interventionen in den fotografischen Bildraum. Das fotografische Substrat bildet bei ihr die aus Streifzügen durch den urbanen Raum gewonnene Fotografien von Halbzeugen. Halbzeuge sind modulare Bauelemente, mit denen die städtische Infrastruktur geschaffen wird. Sie bilden im allgemeinen eine essenzielle materielle Zwischenstufe im modernen Bauwesen. Solche Bauteile begegnen den Bürger/innen einer Stadt im Alltag in dekonstruierter Form, denn im Zustand der Funktion verschwinden diese Elemente in der Erde oder hinter verputzten Wänden. Ihre Faszination für die Ästhetik der Roheit, der Fremdheit und der Modularität dieser Teile drückt sich durch ihren Vielschichtigen Arbeitsprozess aus. Sie eignet sich diese Thematik an, indem sie durch die Fotografie sucht und findet, durch die malerische Intervention die Atmosphäre intensiviert und verändert und indem sie die Arbeiten erneut digitalisiert, reproduziert und modularisiert. So schafft sie sich ihr eigenes Inventar an entfremdeten Zweckhaften und erarbeitet sich so eine ästhetische Essenz des Halbzeugs, die sie in dieser Installation wiederum in den öffentlichen Raum freigibt. (Text: Jakob Gilg)

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Angela Aux
»Type / Writer« ist eine interaktive Schreibmaschinen-Performance, in der die Wirklichkeit als Ausgangspunkt für fiktive Ausflüge verwendet wird. Daraus entstehen haiku-artige Dreizeiler, in die auch die Ideen und Wünsche von Besucher*innen und Künstler*innen einfließen. Die Texte werden wieder in das Geschehen eingespeist und an ungewöhnlichen Orten aufgehängt. So übernehmen die Texte u. a. die Funktion einer Art Innenansicht, im Sinne einer alternativen Form von Dokumentation. Angela Aux hält so die Gedanken und Ideen-Figuren der Besucher*innen und Künstler*innen in einer Art kollektivem Erzählkontinuum fest.