VEIT CLUB – Bumillos 1. Soloprogramm

In seinem Soloprogramm nimmt euch der Münchner Poetry Slammer BUMILLO mit in seine Stamm-Boazn, den Veit Club. Der heißt nicht so, weil’s da drin unbedingt immer heiß hergeht (also Veit vs. Fight), sondern weil der Besitzer ganz einfach Veit heißt. Naja, irgendwie geht’s dann ja doch wieder heiß her. Aber das erzählt euch Bumillo am besten selbst am heute Abend im Schauspielhaus.

11. September 1999. Bumillo feiert seinen 18. Geburtstag in der Boazn von seinem besten Kumpel Veit. Der nennt sein Lokal in aller Eindringlichkeit ›VEIT CLUB‹. Und dementsprechend geht’s da auch zu. Oder auf. Oder ab. Oder drunter und drüber. Je nachdem. Landleben rockt, Pubertät sowieso. Life is such geil, juhu.

Der Lauf der Zeit ballert Bumillo weg vom Dorf und rein in die Geldstadt mit Scherz: nach München. Die ›Mingration‹ beginnt. Aber der ›VEIT CLUB‹ bleibt. Die Kluft zwischen Reich und Superreich wird immer größer. Aber der ›VEIT CLUB‹ bleibt. Der Zapfhahn kräht, Wochenenden werden weggezischt, die Welt dreht sich. Ein Prosit, vielleicht zwei. Da ertönt ein schriller Babyschrei. Bumillo ist schon 12 Jahre 18. Bitte helfen Sie ihm über die Straße.

Teils autobiographisch, teils gnadenlos fiktiv, startet Bumillo seine Reise durch die Fetzen und Samples eines Jahrzehntels, das aus Kassetten mp3s und aus Wählscheiben Touchscreens gemacht hat. Immer mit dabei: seine Performance-Poetry und seine bayrischen Rap-Songs.