Trommeln in der Nacht

Trommeln in der Nacht

Es gibt so eine gewisse Aussage, an der lässt sich nicht rütteln: Ein Besuch in den Münchner Kammerspielen lohnt sich absolut immer. Denn enttäuscht worden sind wir noch nie…und das werdet ihr auch gewiss an diesem Donnerstag nicht, wenn es heißt – Bühne frei für Trommeln in der Nacht von Bertolt Brecht. Wem die Story nicht bekannt ist, der möge mal eben geschwind lesen:

Nach jahrelanger Kriegsgefangenschaft kommt ein Mann ins aufständische Berlin zurück. Der erste Weg führt ihn zu seiner einstigen Geliebten. Dort, im Wohnzimmer ihrer Eltern, erfährt er, dass die Frau sich soeben mit einem anderen verlobt hat, einem Kriegsgewinnler, der eines Tages die Fabrik des Vaters in die Zukunft führen soll. Aus Enttäuschung und Wut wendet sich der Mann den sozialistischen Straßenkämpfen zu und wird zum wichtigen Akteur im Spartakusaufstand gegen die konservative Regierung. Die gewaltsame Besetzung des Zeitungsviertels durch die Aufständischen steht unmittelbar bevor. Da besinnt sich die Frau und verlässt ihren Neu-Verlobten, um ihren einstigen Geliebten zurückzuholen. Dieser, vor die Wahl zwischen seiner Frau und dem Aufstand gestellt, zögert kurz, bevor er sich entscheidet.

Die Inszenierung stammt von Christopher Rüping, der dafür jede Menge Lob und liebe Worte seitens der Presse geerntet hat. Also schnell Tickets in den Korb legen und morgen dabei sein!

Titelbild: © Münchner Kammerspiele