Nachhaltig gegen Menschenrechte?

Menschenrechte werden leider immer noch regelmäßig mit Füßen getreten. Vor allem von einigen Unternehmen, die ihren Sorgfaltspflichten aufgrund des Wirtschaftshandeln nicht nachkommen. Das dass nur eine Ausrede ist, ist klar. Zu diesem spannenden Thema gibt es an diesem Dienstagabend eine Podiumsdiskussion im EineWeltHaus. Folgende Gäste diskutieren mit:

Tilman Massa (Dachverband Kritische Aktionärinnen und Aktionäre) befasst sich in seinem Eingangsstatement kritisch mit dem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht des Münchner Konzerns und den Bezügen zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen.

Khadja Bedati (Saharauische Jugend) informiert über die Entwicklungen des Siemens-Engagements in den von Marokko besetzten Gebieten der Westsahara.

Andrea Behm (Gemeinwohl-Ökonomie Bayern e.V und attac München) berichtet über Erfahrungen mit der Nonfinancial-Information-(NFI)-Richtlinie der Europäischen Union bei DAX-Konzernen.

Dr. Christian Schliemann (ECCHR – European Center for Constitutional and Human Rights) informiert über juristische Kämpfe, um mit bestehenden Instrumenten menschenrechtliche Sorgfaltspflichten von Unternehmen durchzusetzen und erörtert mögliche zukünftige Entwicklungen: Welche Verbesserungen wären durch ein verbindliches Abkommen („Binding Treaty“) im Rahmen der Vereinten Nationen möglich?

Mit Daniel Tapia (ehem. Mexiko-Referent des Ökubüros, Arbeitskreis Binding Treaty in Gründung) wollen wir diskutieren, wie verbindliche Regeln in der Praxis durchzusetzen sind: Wie können produktive Allianzen zwischen lokalem Widerstand weltweit sowie Aktivist*innen und Expert*innen hier geschmiedet werden?
Dazu stellen wir auch die internationale Kampagne „Rights for People, Rules for Corporations“ („Rechte für Menschen, Regeln für Konzerne“) vor, die demnächst beginnt.