Lesbisches CSD Film Event 2019: Rafiki (OmU)

Lesbisches CSD Film Event 2019: Rafiki (OmU)

Der kenianische Film RAFIKI sorgte im vergangenen Jahr für einige Schlagzeilen. Nicht nur, weil er gut ist, sondern weil er inhaltlich ein Thema behandelt, das in Kenia normalerweise nicht behandelt wird: eine Liebesbeziehung zwischen zwei Frauen. Denn in Kenia steht Homosexualität (zumindest zwischen Männern) immer noch unter Strafe.

Zunächst wurde der Film bei den Filmfestspielen in Cannes einem größeren Publikum vorgeführt — übrigens als erster kenianischer Beitrag dort überhaupt. Erst nach einer Klage der Regisseurin Wanuri Kahiu gegen das Aufführungsverbot in ihrem Heimatland konnte RAFIKI auch für eine kurze Zeit dort gezeigt werden.

Und darum gehts:

„Gute kenianische Mädchen werden gute kenianische Ehefrauen“ – Kena (Samantha Mugatsia) lernt schon früh, was von Mädchen und Frauen in ihrem Heimatland erwartet wird: artig sein und sich dem Willen der Männer fügen. So wird auch ihre alleinerziehende Mutter dafür verantwortlich gemacht, dass ihr Mann sie für eine jüngere Frau verlassen hat. Doch die selbstbewusste Kena lässt sich nicht vorschreiben, wie sie zu leben hat. So freundet sie sich auch mit der hübschen Ziki (Sheila Munyiva) an, obwohl ihre Väter politische Konkurrenten sind. Das Gerede im Viertel ist den Mädchen zunächst ziemlich egal. Doch als sich Kena und Ziki ineinander verlieben, müssen sie sich entscheiden: zwischen der vermeintlichen Sicherheit, ihre Liebe zu verbergen, und der Chance auf ihr gemeinsamen Glück.