Film und Diskussion: Geliebt & geächtet – Kinder des Krieges

Im Eine Welt Haus wird es am Donnerstagabend ernst. In „Kinder des Krieges“ geht es um Kinder von Frauen, die im Krieg vergewaltigt wurden. Es gibt sie überall auf der Welt, doch oft werden sie ausgegrenzt und in den Hintergrund gedrängt. Das ist in diesem Film anders. Vier starke Frauen berichten über das schreckliche Trauma der Vergewaltigung im Krieg und die unendliche Freude einer Mutter über ihr Baby. Anschließend berichtet Lina Stotz von der GfbV über die Hintergründe des Films und die Diskussionen, die er andernorts bereits angestoßen hat. Darum genau geht es in dem Film:

Grace Acan, ugandische Aktivistin und Überlebende von Vergewaltigung, schildert, wie es war, in Gefangenschaft Kinder zur Welt zu bringen. Ajna Jusic, Psychologin und bosnisches Kind des Krieges, berichtet von Stigma, Diskriminierung und der Liebe ihrer Mutter. Dr. Monika Hauser, Gründerin und Vorstandsvorsitzende von medica mondiale, und Prof. Ingvill Mochmann, Politikwissenschaftlerin, appellieren, dass die Kinder des Krieges von heute unsere Hilfe brauchen. Unter den Kindern des Krieges der heutigen Zeit sind die Kinder von yezidischen Frauen, die in IS-Gefangenschaft gezeugt wurden. Wie so viele Kinder des Krieges vor ihnen sind sie konfrontiert mit Liebe einerseits und Ächtung andererseits.