Die Pinakothek der Moderne

Die Pinakothek der Moderne

Vier Museen unter einem Dach – unter einem Dach aus Glas und Beton. Das ist die Pinakothek der Moderne. Seit 2002 existiert die dritte Pinakothek in München, nicht zu verwechseln mit der Alten und der Neuen Pinakothek.

Der Architekt Stephan Braunfels hat mit seinem Gebäude ein lichtdurchflutetes Heim für die verschiedenen Sammlungen geschaffen. Nach dem Durchschreiten der großen, gläsernen Eingangstüren befindet man sich in einer weißen Rotunde. Ein Blick zu Decke ist hier ein absolutes Muss. Dieser Eingangsbereich ist zugleich der Mittelpunkt des Museums. Hier kann auch kurz verweilt werden, während man zwischen den Ausstellungen umher wandert.

Große, breite Betontreppen bilden einen einladenden Übergang zu den unterschiedlichen Ebenen und offene Räume laden zum flanieren ein. Wer sich gerne mit weißen Wänden, großen Glasfronten und geometrischen Linien umgibt, wird sich hier sehr wohl fühlen. Allein die Architektur des Gebäudes ist einen Besuch wert. Doch wer wegen der Kunst kommt, wird auch nicht enttäuscht werden. Auf einer Fläche von circa 12.000m² wird ein umfassender Überblick über die Künste des 20. und 21. Jahrhunderts gezeigt.

Im Erdgeschoss befindet sich das Architektur Museum der Technischen Universität, welches die größte Spezialsammlung für Architektur in Deutschland ist. Hier sind vor allem die Architekturstudenten zu finden, deren Universität sich in Sichtweite befindet. Neue Entwicklungen und unterschiedliche Inhalte der Architekturgeschichte sind hier Programm. Ebenfalls im Erdgeschoss befindet sich die Staatliche Graphische Sammlung München, welche drei Wechselausstellungen pro Jahr präsentiert. In ihrem Bestand befinden sich zahlreiche Zeichnungen und Druckgraphiken vom 15. Jahrhundert bis hin zur Moderne. Es ist eigentlich noch ein zweiter Bauabschnitt auf dem Gelände der Pinakothek der Moderne geplant, in dem auch die Archive, Büros und der Studiensaal der Graphischen Sammlung untergebracht werden sollten. Wann der zweite Teil des Komplexes gebaut wird ist jedoch unklar, immerhin ist das Hauptgebäude schon seit 15 Jahren fertig.

Im Obergeschoss finden die Besucher eine umfangreiche Sammlung der zeitgenössischen Kunst. In den Ausstellungsräumen sind Andy Warhol, Dan Flavin, Jeff Wall oder Sigmar Polke, sowie weiteren bedeutende Künstler der Gegenwart zu sehen. Auch die Klassische Moderne ist von Joseph Beuys, Francis Bacon, Max Beckmann, Franz Marc und vielen anderen international angesehenen Künstlern vertreten.

Das vierte Museum im Gebäude ist die Neue Sammlung – The Design Museum. Vom Eingangsbereich aus kann man die Ausstellungen im Untergeschoss schon sehen. In hohen Regalen befinden sich unterschiedlichste Design-Objekte, von Stühlen über Autos, bis hin zu Computern ist alles dabei. Vor allem im Bereich des Produkt- und Industriedesigns gilt die Neue Sammlung als führend.

Wem die Auswahl an Kunstwerken trotzdem nicht genug ist und sich vielleicht nicht für Moderne Kunst begeistern kann, der sollte der Alten oder Neuen Pinakothek einen Besuch abstatten.

Tipp: Die Pinakothek hat momentan noch ein weiteres architektonisches Highlight zu bieten. Der LoftCube von Werner Aisslinger wohnt zur Zeit auf dem Gelände des Museums.


Öffnungszeiten
Täglich außer Mo 10:00 – 18:00 Uhr
Do 10:00 – 20:00 Uhr

Eintritt
10€ | ermäßigt 7€
Sonntagseintritt 1€, Audioguide 4,50€


Und für alle Kunst-Interessierte: Werft doch mal einen Blick auf Julias eigenen Blog JULIARTSTORIES.