10 kostenlose Alternativen zum Museum

Dieser Artikel ist für alle, die denken München sei immer teuer, für alle die denken München sei langweilig und für alle Kunst- und Kulturbegeisterten, die schon in jedem Museum waren. Wir möchten euch ein paar ganz besondere Ausstellungsräume zeigen, die alle kostenlos, interessant und super gut sind!


AkademieGalerie

Den Studentinnen und Studenten der Ludwigs-Maximilians-Universität ist der Ausstellungsraum vielleicht schon einmal aufgefallen, denn sie laufen jeden Tag daran vorbei. Die AkademieGalerie befindet sich im Münchner Untergrund, direkt am Ausgang der U-Bahnhaltestelle Universität. In wechselnden Ausstellungen haben die Studierenden der Akademie der Bildenden Künste die Chance, ihre Werke zu präsentieren. Wer einmal gerne etwas anderes als die üblichen Künstler im Museum sehen möchte, hat hier die Möglichkeit, neue Talente zu entdecken. Die Projekte werden immer speziell für den Raum konzipiert und sind meistens Abends in Anwesenheit der Künstler zu bestaunen.

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Tipp: Einmal im Jahr, immer zum Ende des Sommersemesters, ist auch die AkademieGalerie Teil der Jahresausstellung der Akademie der Bildenden Künste.


Klohäuschen

Das Klohäuschen ist der wohl kleinste Ort auf unserer Liste. Der circa 8 qm² große Raum, der sich im Klohäuschenhaus am Westeingang der Großmarkthalle München befindet, wird seit 2009 von dem realitaetsbüro für verschiedenste Projekte benutzt. Das Klohäuschen ist nämlich kein normaler Ausstellungsraum, keine Galerie und kein Museum. Das Klohäuschen ist ein freier Raum. Ob als Faultierkäfig, Ferienwohnung, Küchenstudio, Grotte, Bulgarischer Pavillon der Venedigbiennale, Wald, Hörsaal oder Naherholungsgebiet – das Klohäuschen wird vielseitig genutzt und überrascht seine Besucher immer wieder auf’s Neue.

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Tipp: Egal zu welcher Tageszeit du vorbeischaust, das Klohäuschen ist immer von außen einsichtbar – außer es findet gerade keine Ausstellung statt.


Die Lothringer Halle 13

1980 startete die Karriere der Lothringer Halle 13 als Kunstwerkstatt in einer Fabrikhalle in Haidhausen. Inzwischen wird dort internationale Gegenwartskunst gezeigt – kostenlos. Die Kunsthalle der Stadt München ist eine unkommerzielle und städtische Einrichtung, die den Besuchern wechselnde Gruppenausstellungen und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm bietet. Zusätzlich zu der Kunst gibt es noch den Rroom der Lothringer Halle 13. Dort kann man im Internet surfen, lesen, Freunde treffen und trinken (zu extrem günstigen Preisen).

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Tipp: Im Rroom gibt es super viele (schwer zu findende) Kunst Magazine zum Durchstöbern.


Galerien

Eine super Alternative zu kostenpflichtigen Museen sind Galerien. Davon gibt es in München einige. Wer Kunstwerke von international bekannten Künstlern sehen möchte (die sonst auch im Museum hängen) sollte der Galerie Thomas Modern einen Besuch abstatten. Dort findet man zum Beispiel Werke von Franz Marc, Max Beckmann oder Sam Francis. Eine weitere Galerie, die sehr zu empfehlen ist, ist die Nir Altman Galerie. Junge Künstler, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, sind in der Galerie ebenso vertreten, wie etabliertere Künstler. Beim Besuch einer Galerie gilt: Nicht schüchtern sein! Die Galeristen freuen sich meistens über das Interesse – auch wenn man nichts kaufen will.

Tipp: In der Nir Altmann Galerie finden mindestens einmal im Monat Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel Video Screenings.


CoMA

Das Container Collectiv am Ostbahnhof ist inzwischen fast jedem bekannt – doch nicht jeder hat schon die Kunstgalerie der etwas anderen Art dort entdeckt. In einem Container (wie sollte es anders sein), wird auf kleinem Raum zeitgenössische Kunst ausgestellt. Direkt neben der Dachterrasse des Bel Air, befindet sich der CoMA – Container of Modern Art. Den Namen finden wir witzig und das Container Collectiv ist auch immer einen Besuch wert.

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Tipp: Wann der CoMA wirklich geöffnet hat ist uns noch unklar. Vielleicht auch nie? Die Kunstwerke sind auch alle von außen gut sichtbar.


super + CENTERCOURT

Die Grenze zwischen Innen und Außen verschwindet im super+ CENTERCOURT. Durch die zwei großen Schaufenster, die zwei von vier Wänden ausmachen, sieht der Besucher bereits alles Wesentliche auf einen Blick. Es lohnt sich immer mal wieder vorbei zu spazieren und zu entdecken, welche Werke diesmal an den Wänden hängen.

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Tipp: Bei Vernissagen hat man die einmalige Chance, die Galerie auch wirklich zu betreten.


Maximiliansforum

 

Inmitten der sehr noblen Maximilianstraße befindet sich das Maximiliansforum: eine ehemalige Unterführung, die 2000 zum Ausstellungsraum umfunktioniert wurde. In dem städtischen Kunstraum finden in regelmäßigen Abständen Ausstellungen, Installationen, Gespräche, Diskusionsrunden, Performances und Aktionen statt. Es wird dabei vor allem der gesellschaftliche und kulturelle Diskurs angeregt.

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Tipp: Die Rolltreppen, die zum Maximiliansforum führen, sind seit Jahren außer Betrieb und wurden bepflanzt – sieht super aus!


Kunstarkaden

Man erkennt schon von weiten das leuchtende Orange. Mitten im Zentrum der Stadt verstecken sich die Kunstarkaden. Junge Künstlerinnen und Künstler aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen werden in dem Ausstellungsraum ausgestellt. Die Kunstarkaden bieten eine Plattform für zeitgenössische Kunst – direkt neben dem Alten Rathaus.

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Tipp: Hier kann man auch kurz mit dem Besuch aus einer anderen Stadt vorbei kommen um zwischen dem Touristenprogramm etwas Kunst zu betrachten und zu entspannen.


Farbenladen

Im Farbenladen kann man keine Farben kaufen, sondern Kunst betrachten. Hier hat die junge Münchner Popkultur eine Möglichkeit, sich zu präsentieren und zu zeigen was sie kann. Malerei, Bildhauerei, Grafik, Fotografie, Videokunst, Streetart oder Modedesign – alles was in Verbindung zur Sub- und Popkultur steht darf sich hier ausstellen. Jugend- und Popkultur besteht eben aus mehr als nur aus Musik.

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Tipp: Der Farbenladen gehört zum Feierwerk und befindet sich direkt daneben. Man kann hier den Besuch einer Vernissage wunderbar mit einem Konzert oder tanzen verbinden.


Awi

Bier, gute Musik und Kunst. Eine bessere Mischung gibt es wohl nicht. Im Awi findet alle paar Wochen die Veranstaltung „A wie Art“ statt. Dort kann man dann zusätzlich zum üblichen Barbesuch auch noch etwas Kunst entdecken, die meistens an den Wänden zu finden ist. Mit dem ein oder anderen Bier intus lässt es sich auch viel besser darüber diskutieren.

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Tipp: Wer wirklich wegen der Kunst und nicht nur wegen der Drinks kommt, sollte am Anfang der Veranstaltung auftauchen, ansonsten besteht die Gefahr, dass das Awi zu voll wird und man die Kunst nicht mehr gut erreichen kann


Photocredits: Julia Wittmann